Wer sich zum Energieberater qualifizieren möchte, muss mit Weiterbildungskosten rechnen - aber die genaue Summe hängt stark davon ab, welchen Weg man wählt und bei welchem Anbieter man die Ausbildung absolviert. Dazu kommen mögliche Förderungen, die die tatsächliche Belastung deutlich reduzieren können.
Kosten der spezifischen Weiterbildung
Für die Weiterbildung zur Qualifikation als Energieberater für Wohngebäude - die Grundvoraussetzung für die Eintragung in die Expertenliste - muss man in der Regel mit Kurskosten zwischen 1.500 und 4.000 Euro rechnen. Je nach Anbieter und Umfang kann es auch darüber liegen. Kürzere Einführungskurse sind günstiger, aber möglicherweise nicht ausreichend für die Listeneintragung. Vollumfängliche Qualifizierungsprogramme, die direkt auf die Expertenlisteneintragung vorbereiten und alle erforderlichen Bereiche abdecken, kosten eher 2.500 bis 4.000 Euro.

Was zusätzlich anfallen kann
Neben den reinen Kursgebühren fallen oft weitere Kosten an: Prüfungsgebühren, Literatur und Lernmaterialien, Software für Übungszwecke sowie Reise- und Übernachtungskosten bei Präsenzkursen. Bei Online-Kursen entfällt Letzteres, aber die Kursgebühren selbst sind nicht unbedingt günstiger. Auch die spätere Eintragung in die Expertenliste kann mit einer Verwaltungsgebühr verbunden sein. Insgesamt sollte man für die gesamte Qualifizierung inklusive aller Nebenkosten mit 3.000 bis 6.000 Euro rechnen.
Welche Förderungen die Kosten reduzieren
Es gibt mehrere Fördermöglichkeiten für Weiterbildungskosten im Bereich Energieberatung. Das Qualifizierungschancengesetz ermöglicht in bestimmten Konstellationen eine Förderung durch die Agentur für Arbeit - besonders für Arbeitnehmer, die sich in einem laufenden Beschäftigungsverhältnis weiterbilden. Selbstständige können Weiterbildungskosten als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen, was die tatsächliche Belastung je nach Steuersatz um 20 bis 40 Prozent reduziert. In manchen Bundesländern gibt es zusätzlich regionale Förderprogramme für Weiterbildungen in Energiethemen.

Wie schnell sich die Investition amortisiert
Wer nach der Qualifizierung als freiberuflicher Energieberater tätig ist, kann mit Honoraren von 80 bis 150 Euro pro Stunde kalkulieren. Eine vollständige Energieberatung mit Sanierungsfahrplan bringt in der Regel 1.000 bis 2.000 Euro Honorar. Wer zehn solcher Projekte im Jahr betreut, hat die Ausbildungskosten damit schnell wieder eingespielt - vorausgesetzt, die Auftragslage stimmt. Angesichts des wachsenden Bedarfs an energetischer Sanierung und der verschärften gesetzlichen Anforderungen ist die Nachfrage nach qualifizierten Energieberatern in den letzten Jahren deutlich gestiegen - was sich auch auf die Immobilienbewertung von energetisch sanierten Objekten auswirkt.

Zusätzliche Kosten für Software und Lizenzen
Ein oft vergessener Kostenpunkt bei der Ausbildung ist die Arbeitsausstattung. Ein professioneller Energieberater benötigt spezielle Berechnungssoftware (wie z. B. Hottgenroth oder ZUB), um Energieausweise und Sanierungsfahrpläne gesetzeskonform erstellen zu können. Die Lizenzen für diese Programme, Schulungen zur Bedienung der Software und eventuell benötigte Messtechnik (z. B. eine Wärmebildkamera) können die anfänglichen Investitionskosten schnell um weitere 1.000 bis 3.000 Euro in die Höhe treiben.
Der Return on Investment (ROI)
Trotz der nicht unerheblichen Vorabkosten rechnet sich die Investition für engagierte Absolventen meist schnell. Aufgrund des enormen Modernisierungsstaus in Deutschland und der gesetzlichen Vorgaben zur Wärmewende ist der Markt für Energieberatung krisensicher und wächst stetig. Wer sich gut positioniert und verlässliche Arbeit abliefert, hat die Ausbildungs- und Softwarekosten im besten Fall bereits im ersten Jahr der Selbstständigkeit vollständig amortisiert.

Fazit: Was kostet die Ausbildung zum Energieberater?
Die spezifische Weiterbildung zum Energieberater kostet in der Regel zwischen 1.500 und 4.000 Euro, inklusive aller Nebenkosten eher 3.000 bis 6.000 Euro. Fördermöglichkeiten über die Agentur für Arbeit oder steuerliche Absetzbarkeit können die tatsächliche Belastung deutlich reduzieren. Angesichts der Honorarmöglichkeiten und der wachsenden Nachfrage ist die Investition für qualifizierte Bewerber in der Regel gut angelegt.
Wir von OSG Immo aus Göppingen sind qualifizierte und zugelassene Energieberater. Wenn du Fragen zu Energieberatung, Sanierung oder Förderung für deine Immobilie hast, melde dich gern. Jetzt Kontakt aufnehmen.







