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OSG Immo Energieberatung – was beinhaltet ein Energiekonzept
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Energieberatung24. Aug 20263 Min. Lesezeit

Was bringt eine Solarthermieanlage wirklich?

Eine Solarthermieanlage deckt bei einem typischen Einfamilienhaus rund die Hälfte bis zwei Drittel des jährlichen Warmwasserbedarfs. Wird sie zusätzlich zur Heizungsunterstützung ausgelegt, sinkt der Gesamtenergiebedarf um etwa fünfzehn bis fünfundzwanzig Prozent. Was sie nicht kann: die Heizung im Winter ersetzen.

Wie eine Solarthermieanlage arbeitet

Auf dem Dach montierte Kollektoren nehmen Sonnenwärme auf und geben sie über eine Solarflüssigkeit an einen Speicher im Keller ab. Von dort wird das erwärmte Wasser entnommen, entweder für Dusche und Wasserhahn oder - bei größeren Anlagen - auch zur Unterstützung des Heizkreises. Anders als Photovoltaik erzeugt Solarthermie keinen Strom, sondern direkt Wärme, und erreicht dabei einen deutlich höheren Wirkungsgrad je Quadratmeter Dachfläche.

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Flachkollektor oder Röhrenkollektor

Flachkollektoren sind die günstigere und robustere Variante und für die reine Warmwasserbereitung meist völlig ausreichend. Vakuumröhrenkollektoren arbeiten bei niedrigen Außentemperaturen und diffusem Licht effizienter und brauchen weniger Fläche für denselben Ertrag, kosten aber mehr. Sinnvoll sind sie vor allem dort, wo die verfügbare Dachfläche knapp ist oder die Anlage die Heizung mit unterstützen soll.

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Der Speicher entscheidet mit

Der häufigste Auslegungsfehler betrifft nicht die Kollektoren, sondern den Speicher. Ist er zu klein, geht Ertrag an sonnigen Tagen verloren, ist er zu groß, kühlt er unnötig aus. Für die reine Warmwasserbereitung rechnet man mit rund fünfzig bis achtzig Litern je Person, bei Heizungsunterstützung wird ein deutlich größerer Kombispeicher nötig, der auch Platz im Technikraum braucht. Wer den Speicher nachträglich tauschen muss, zahlt doppelt.

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Wann sich die Anlage rechnet

Die Wirtschaftlichkeit hängt vor allem am Warmwasserverbrauch. In einem Haushalt mit vier Personen und täglichem Duschbedarf amortisiert sich eine Anlage spürbar schneller als bei einem Zweipersonenhaushalt, der wenig warmes Wasser braucht. Günstig ist ein nach Süden ausgerichtetes Dach mit einer Neigung um dreissig bis fünfundvierzig Grad und ohne Verschattung. Ost- und Westdächer funktionieren ebenfalls, liefern aber weniger Ertrag und verlängern die Amortisationszeit entsprechend.

Solarthermie oder Photovoltaik

Weil beide um dieselbe Dachfläche konkurrieren, stellt sich die Frage fast immer. Photovoltaik ist flexibler, weil sich Strom auch für Haushalt, Wärmepumpe und Auto nutzen und ins Netz einspeisen lässt. Solarthermie liefert je Quadratmeter mehr nutzbare Energie, aber eben nur Wärme. Wer eine Wärmepumpe plant, fährt in der Regel mit Photovoltaik besser. Wer eine bestehende Öl- oder Gasheizung entlasten will und viel warmes Wasser braucht, ist mit Solarthermie gut bedient.

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Praxistipp: Vor der Entscheidung rechnen lassen

Die Ertragsversprechen der Hersteller beziehen sich auf Idealbedingungen. Was deine Anlage auf deinem Dach bei deinem Verbrauch liefert, zeigt erst eine individuelle Berechnung - und die entscheidet auch darüber, ob sich die Investition gegenüber Photovoltaik lohnt. Ein Energieberater ordnet die Anlage zudem in den Gesamtzustand des Hauses ein, denn bei schlechter Dämmung bringen andere Maßnahmen oft mehr. Für die Förderung ist die Einbindung eines gelisteten Beraters ohnehin meist Voraussetzung.

Fazit: Was bringt eine Solarthermieanlage wirklich

Sie deckt etwa die Hälfte bis zwei Drittel des Warmwasserbedarfs und senkt den Gesamtenergiebedarf bei Heizungsunterstützung um rund fünfzehn bis fünfundzwanzig Prozent. Entscheidend sind Warmwasserverbrauch, Dachausrichtung und die richtige Speichergröße. Wer eine Wärmepumpe plant, sollte die Dachfläche eher für Photovoltaik reservieren.

Wir von OSG Immo aus Göppingen arbeiten mit gelisteten Energieberatern zusammen, die dir die Anlage vorab durchrechnen. Jetzt Kontakt aufnehmen.

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