Von der Entscheidung bis zum Geld auf dem Konto vergehen bei einem Immobilienverkauf in der Regel sechs bis neun Monate. Diese Spanne setzt sich aus drei Phasen zusammen: der Vorbereitung, der eigentlichen Vermarktung und der Abwicklung nach dem Notartermin. Jede davon lässt sich beeinflussen - die letzte am wenigsten.
Phase eins: die Vorbereitung
Bevor die erste Anzeige online geht, müssen die Unterlagen vollständig sein. Grundbuchauszug, Flurkarte, Bauzeichnungen, Wohnflächenberechnung und ein gültiger Energieausweis kommen von verschiedenen Ämtern und Stellen, die jeweils ihre eigene Bearbeitungszeit haben. Realistisch sind dafür zwei bis sechs Wochen. Kommt ein Energieausweis neu dazu oder muss eine Wohnfläche erst sauber berechnet werden, wird es länger. Diese Zeit wirkt lästig, ist aber gut investiert: Wer später mitten in der Vermarktung nachliefern muss, verliert Interessenten.

Phase zwei: die Vermarktung
Die Vermarktungsdauer ist der Teil mit der größten Streuung. Ein gut geschnittenes, saniertes Objekt in gefragter Lage kann innerhalb weniger Wochen verkauft sein. Ein sanierungsbedürftiges Haus in einer Randlage braucht schnell ein halbes Jahr und länger. Als Durchschnitt über alle Objektarten sind drei bis sechs Monate ein realistischer Wert. Entscheidend ist dabei weniger der Markt als der Startpreis - dazu gleich mehr.

Phase drei: vom Notartermin bis zur Übergabe
Nach der Einigung folgt ein festes Verfahren, das sich kaum beschleunigen lässt. Der Notar erstellt den Entwurf, den beide Seiten bei Verbrauchergeschäften zwei Wochen vor der Beurkundung vorliegen haben müssen. Nach der Beurkundung wird die Auflassungsvormerkung eingetragen, Löschungsunterlagen der Banken werden eingeholt und Vorkaufsrechte der Gemeinde abgefragt. Erst dann verschickt der Notar die Fälligkeitsmitteilung, und der Käufer zahlt. Von der Beurkundung bis zur Übergabe vergehen dadurch typischerweise sechs bis zwölf Wochen.

Der größte Zeitfresser: ein zu hoher Startpreis
Nichts verlängert einen Verkauf so zuverlässig wie ein Preis, der über dem Markt liegt. In den ersten zwei bis drei Wochen sieht die aktive Käuferschicht ein neues Angebot - genau dann entscheidet sich, ob Anfragen kommen. Bleibt das Objekt zu teuer, bleibt es liegen, rutscht in den Suchergebnissen nach unten und bekommt den Ruf eines Ladenhüters. Spätere Preissenkungen bringen selten den ursprünglich möglichen Preis zurück. Ein realistischer Einstieg verkürzt die Vermarktung erfahrungsgemäß stärker als jede zusätzliche Anzeige.
Welche Rolle die Jahreszeit spielt
Die Nachfrage ist im Frühjahr und im Frühherbst am höchsten. Über die Sommerferien und zwischen Weihnachten und Mitte Januar ruht der Markt weitgehend. Ein Vermarktungsstart Mitte Juli oder Anfang Dezember kostet deshalb oft mehrere Wochen, ohne dass am Objekt irgendetwas falsch wäre. Wer flexibel ist, startet lieber im März oder September.

Praxistipp: Finanzierungsnachweis früh verlangen
Ein häufiger Grund für verlorene Monate ist ein Käufer, dessen Finanzierung am Ende doch nicht steht. Bis das auffällt, ist das Objekt oft schon Wochen reserviert und aus der aktiven Vermarktung genommen. Deshalb gehört der Finanzierungsnachweis vor die Reservierung, nicht danach. Als Immobilienmakler in Göppingen prüfen wir die Bonität von Interessenten grundsätzlich, bevor ein Notartermin vereinbart wird. Wie schnell sich Objekte in der Region aktuell bewegen, siehst du an unseren Immobilienangeboten.
Fazit: Wie lange dauert ein Immobilienverkauf im Schnitt
Rechne mit sechs bis neun Monaten insgesamt: zwei bis sechs Wochen Vorbereitung, drei bis sechs Monate Vermarktung und sechs bis zwölf Wochen Abwicklung nach der Beurkundung. Der wirksamste Hebel auf die Gesamtdauer ist ein realistischer Startpreis, gefolgt von vollständigen Unterlagen und einem geprüften Käufer.
Wir von OSG Immo aus Göppingen sagen dir vorab realistisch, wie lange dein Objekt am Markt brauchen wird. Jetzt Kontakt aufnehmen.






