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Vorfälligkeitsentschädigung bei OSG Immo
V19. Mai 20263 Min. Lesezeit

Vorfälligkeitsentschädigung

Die Vorfälligkeitsentschädigung ist eine Gebühr, die Banken erheben, wenn ein Immobiliendarlehen vor Ende der Zinsbindungsfrist vorzeitig zurückgezahlt wird. Sie gleicht den Zinsverlust des Kreditinstituts aus und kann beim Immobilienverkauf oder bei der Umschuldung erhebliche Kosten verursachen. Wer diese Kosten frühzeitig kennt, kann besser planen und im besten Fall Tausende Euro sparen.

Vorfälligkeitsentschädigung bei OSG Immo

Was ist die Vorfälligkeitsentschädigung?

Die Vorfälligkeitsentschädigung entsteht immer dann, wenn ein Darlehen vor dem Ende der vereinbarten Zinsbindungsfrist zurückgezahlt wird. Banken verleihen Geld zu einem festgelegten Zinssatz für eine bestimmte Laufzeit. Zahlt der Kreditnehmer das Darlehen frühzeitig zurück, entgeht dem Kreditinstitut der kalkulierte Zinsertrag. Die Entschädigung gleicht diesen Verlust aus und ist gesetzlich in § 490 BGB geregelt. Grundsätzlich darf die Bank diese Gebühr verlangen, wenn kein außerordentliches Kündigungsrecht des Darlehensnehmers besteht.

Wann wird die Vorfälligkeitsentschädigung fällig?

Eine Vorfälligkeitsentschädigung entsteht typischerweise bei drei Anlässen: beim Verkauf einer Immobilie, bei einer Umschuldung zu gþnstigeren Konditionen und bei einer Scheidung, wenn ein Partner die gemeinsame Immobilie übernimmt und das bestehende Darlehen neu strukturiert werden muss. Eine wichtige Ausnahme bildet das Sonderkündigungsrecht nach § 489 BGB: Nach zehn Jahren Laufzeit darf jeder Darlehensnehmer das Darlehen ohne Entschädigung mit sechsmonatiger Frist kündigen, selbst wenn die vereinbarte Zinsbindung noch läuft.

Vorfälligkeitsentschädigung Berechnung bei OSG Immo

Wie wird die Vorfälligkeitsentschädigung berechnet?

Die Berechnung ist komplex und folgt in der Regel der sogenannten Aktiv-Passiv-Methode. Dabei werden die entgangenen Zinsen mit der Rendite verglichen, die die Bank durch die Anlage des zurückgezahlten Kapitals in sichere Staatsanleihen erzielen könnte. Da Hypothekenzinsen häufig über den Anleiherenditen liegen, kann die Entschädigung erheblich ausfallen. Zusätzlich werden ersparte Verwaltungskosten und der Wegfall des Kreditausfallrisikos abgezogen. Bei der Aktiv-Aktiv-Methode wird stattdessen der Vergleich mit einem neuen Darlehen herangezogen.

Wie hoch kann die Vorfälligkeitsentschädigung sein?

Die Höhe richtet sich nach der Restschuld, der verbleibenden Zinsbindungsdauer und dem aktuellen Zinsniveau. Typischerweise bewegt sich die Entschädigung zwischen einem und drei Prozent der Restschuld, kann aber deutlich höher ausfallen. Bei einer Restschuld von 200.000 Euro mit fünf Jahren Restlaufzeit sind schnell 10.000 Euro oder mehr erreicht. Dieser Betrag sollte bei jedem geplanten Immobilienverkauf fest in der Kalkulation eingeplant werden. Es empfiehlt sich außerdem, die Berechnung der Bank von unabhängiger Seite prüfen zu lassen, da Fehler vorkommen können.

Vorfälligkeitsentschädigung vermeiden bei OSG Immo

Kann man die Vorfälligkeitsentschädigung vermeiden?

In bestimmten Situationen lässt sich die Vorfälligkeitsentschädigung vermeiden oder zumindest reduzieren. Das gesetzliche Sonderkündigungsrecht nach zehn Jahren Zinsbindung ist dabei der wirksamste Schutz. Darüber hinaus sollten Kreditnehmer bereits bei Vertragsabschluss auf Sondertilgungsoptionen achten: Viele Verträge erlauben jährlich eine tilgungsfreie Sonderzahlung von bis zu fünf oder zehn Prozent der ursprünglichen Darlehenssumme. Diese Möglichkeit reduziert die Restschuld und damit auch eine etwaige Entschädigung. Ein erfahrener Immobilienmakler kennt diese Fallstricke und kann bei der Planung wertvolle Hinweise geben.

Steuerliche Behandlung der Vorfälligkeitsentschädigung

Die steuerliche Relevanz der Vorfälligkeitsentschädigung hängt vom Verwendungszweck der Immobilie ab. Bei vermieteten Objekten kann sie als Werbungskosten geltend gemacht werden, sofern die Umschuldung ebenfalls der Erzielung von Mieteinnahmen dient. Bei selbstgenutzten Immobilien scheidet ein steuerlicher Abzug dagegen in der Regel aus. Wird die Immobilie innerhalb der Spekulationsfrist von zehn Jahren verkauft, kann die Entschädigung als Veräußerungskosten die steuerpflichtige Wertsteigerung mindern. Für eine verbindliche Auskunft empfiehlt sich die Rücksprache mit einem Steuerberater.

Vorfälligkeitsentschädigung Fazit bei OSG Immo

Fazit

Die Vorfälligkeitsentschädigung ist ein oft unterschätzter Kostenfaktor beim Immobilienverkauf oder bei der Umschuldung. Wer frühzeitig plant, Sondertilgungsoptionen nutzt und das Sonderkündigungsrecht kennt, kann erhebliche Summen einsparen. Das Team von OSG Immo begleitet Sie bei allen Fragen rund um Finanzierung, Verkauf und Immobilienstrategie. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf und lassen Sie sich unverbindlich beraten.

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