Beim Kauf einer Immobilie kommen neben dem eigentlichen Kaufpreis erhebliche Nebenkosten hinzu. Wer diese nicht einplant, riskiert eine Finanzierungsluecke. Die Kaufnebenkosten koennen je nach Bundesland und Situation bis zu 15 % des Kaufpreises ausmachen.

Welche Nebenkosten fallen beim Immobilienkauf an?
Die wichtigsten Kaufnebenkosten sind die Grunderwerbsteuer, die Notarkosten inklusive Grundbucheintragung sowie gegebenenfalls die Maklercourtage. Hinzu kommen kleinere Positionen wie Gebuehren fuer Loeschungen bestehender Belastungen oder Kosten fuer Gutachten. Diese Ausgaben muessen in der Regel aus Eigenkapital beglichen werden, da Banken sie selten mitfinanzieren.
Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer ist die groesste Nebenkostenposition und faellt beim Kauf von Grundstuecken und Immobilien an. Sie wird vom jeweiligen Bundesland erhoben und liegt je nach Bundesland zwischen 3,5 % (Bayern, Sachsen) und 6,5 % (Nordrhein-Westfalen, Thueringen, Saarland, Schleswig-Holstein, Brandenburg). Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro betraegt die Steuer damit zwischen 14.000 und 26.000 Euro.

Notarkosten und Grundbucheintragung
Jeder Immobilienkauf muss notariell beurkundet werden - ohne Notar ist der Kauf rechtlich unwirksam. Die Notarkosten richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und betragen inklusive Grundbucheintragung typischerweise etwa 1,5 bis 2 % des Kaufpreises. Die genaue Hoehe haengt vom Kaufpreis, der Anzahl der Vertragsklauseln und eventuellen Finanzierungsnotarkosten ab.
Maklercourtage
Seit dem 23. Dezember 2020 gilt bei Wohnimmobilien das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, zahlt mindestens die Haelfte der Courtage. Die Gesamtcourtage betraegt je nach Region und Makler zwischen 3 und 7,14 % des Kaufpreises inkl. Mehrwertsteuer. In vielen Faellen wird die Courtage haelftig auf Kaeufer und Verkaeufer aufgeteilt. Der Kaeuferanteil betraegt dann typischerweise 1,785 bis 3,57 %.

Weitere Nebenkosten
Neben den grossen Positionen koennen weitere Kosten anfallen: Gebuehren fuer Grundschuldbestellungen bei der Finanzierung, Kosten fuer Wertgutachten oder Bausachverstaendige, eventuelle Renovierungs- und Umbaukosten sowie Umzugskosten. Wer eine sanierungsbeduerftige Immobilie kauft, sollte auch moegliche Sanierungskosten als Teil der Gesamtinvestition einkalkulieren.
Nebenkosten bei der Finanzierung einplanen
Da Banken die Kaufnebenkosten in der Regel nicht mitfinanzieren, muss das notige Eigenkapital fuer diese Positionen vorhanden sein. Experten empfehlen mindestens 20 % Eigenkapital bezogen auf den Kaufpreis - davon decken die Nebenkosten je nach Bundesland und Maklervertrag 7 bis 15 %. Wer genug Eigenkapital mitbringt, erhaelt in der Regel guenstigere Kreditkonditionen.

Fazit: Nebenkosten von Anfang an einplanen
Die Kaufnebenkosten sind ein nicht zu unterschaetzender Teil des Immobilienerwerbs. Wer sie von Anfang an in seine Finanzierungsplanung einbezieht, vermeidet unangenehme Ueberraschungen. Die Experten von OSG Immo beraten Sie umfassend zu allen Kosten rund um Ihren Immobilienkauf.







